§ 23
Die kanonischen Verordnungen der Patriarchal-Synoden. In der orthodox-orientalischen Kirche wird die Gesetzgebung synodaliter ausgeübt. Nach den allgemeinen Konzilien steht die oberste gesetzgebende Gewalt in der Kirche innerhalb der kanonisch bestimmten Grenzen den Synoden zu oder nach der griechischen Benennungsweise den Synoden der Bischöfe der betreffenden autokephalen Kirchen. Die bedeutendste gesetzgeberische Tätigkeit entfaltete die Patriarchal-Synode von Konstantinopel; was einerseits darin begründet ist, daß der Patri- archenstuhl in Konstantinopel den Ehrenvorrang vor allen anderen in der orientalischen Kirche genießt, und derselbe andererseits durch meh- 82 Ath. Synt. IV, 388: Του άγιου ,Αναστασίου, ερωτηθέντος, πότερον καλόν, το συνεχώς κοινωνείν, ή εκ διαλειμμάτων; Άπόκρισις. Vergl. Cave. 346, und ״Ana- stasiana” bei Pltra. II, 238 sq. 83 Dieses Sendschreiben verfaßte Basilius im Jahre 372; dasselbe führt in der Ausgabe Migne die Nummer 93 unter seinen Sendschreiben. 84 Außer der in Anm. 81 dieses Paragraphen erwähnten Vorschrift, und außer diesen beiden Vorschriften, führt Pitra noch folgende kanonische Bestimmungen des Johannes Chrysostomus an, welche in dessen zahlreichen Schriften enthalten s i n d : 1. Über die Vergebung der Sünde (εις τον ν’ ψαλμών), 2. über die Beichte (εκ τοΰ κατά , Ιωάννην), 3. über das Verbot für die Laien, Geistliche zu beleidigen u. über dieselben Recht zu sprechen, (aus dem Kommentare zum Evangelium des Jo- hannes), 4. über Christus und den Priester (aus dem Kommentare zu dem Send- schreiben an die Thessalonicher), 5. über die Geistlichen und ihre Eigenschaften und Pflichten (aus dem Kommentare zum Sendschreiben an Timotheus), 6. über die Geistlichen (aus dem Buche über die Geistlichen), 7. über dieselben (aus demselben Buche), 8. 143 Kanones, welche die Strafen für verschiedene Delikte vorschreiben, und 9. Στίχοι παραινετικοί. Op. cit. II, 168—169. 85 Ath. Synt. IV, 391—392: Παράγγελμα προς τον ιερέα περί της θείας χάριτος. In der Krmcija (Kap. 24) ist folgender Titel angeführt: Κ prezviteru ο boiestvennjei sluzbje (Für den Priester, über den Gottesdienst). Mllai, MtuMlit. 8 114, I. Teil. Die Quellen und Sammlungen des Kirchenrechts. rere Jahrhunderte in politischer Beziehung unabhängig dastand, während alle übrigen Patriarchenstühle des Orients von den Ungläubigen unter- jocht waren. Mit Rücksicht auf diese Stellung Konstantinopels den übrigen kirchlichen Zentren des Orients gegenüber, wurde in der Pa- triarchal-Synode von Konstantinopel auch über Angelegenheiten ent- schieden, welche sich nicht unmittelbar auf dieses Patriarchat, sondern auf andere autokephale Kirchen bezogen, in welchen, mit Rücksicht auf die unterdrückte Stellung des christlichen Glaubens, derartige Ange- legenheiten nicht behandelt werden konnten. Aus diesem letzteren Grunde versammelten sich die Vorsteher der unterdrückten Patriarchate des Orients häufig in Konstantinopel, und beteiligten sich zeitweilig an der Entscheidung kirchlicher Fragen wichtiger Natur. Hiedurch erhielten diese Entscheidungen einen allgemeinen Charakter und wurden für die ganze orientalische Kirche autoritativ. Ein weiterer Umstand, welcher den kanonischen Verordnungen der Patriarchal-Synode von Konstan- tinopel eine hohe Bedeutung verschaffte, ist der, daß die Kirche zu Konstantinopel die Mutterkirche für alle jene Völker war, welche durch ihre Missionäre zum Christentume bekehrt wurden. Die natürliche Folge war, daß sich die Kirchen dieser Völkerschaften bei Regelung des inner- kirchlichen Lebens an die Mutterkirche wandten, und dieselbe um An- leitung in dieser Beziehung und in allen jenen Angelegenheiten baten, welche ihnen unbekannt oder unklar waren. Diese Anleitungen wurden dann für die betreffende Kirche maßgebend, und da sich dieselben auf die fundamentalen kirchlichen Einrichtungen bezogen, hatten sie allge- meine Giltigkeit und bildeten auch für die Gesamtkirche eine Richt- schnur. Von diesem Standpunkte und in diesem Sinne haben die ka- nonischen Verordnungen der Patriarchal-Synode zu Konstantinopel den Charakter einer, die Grundquelle des orientalischen Kirchenrechts er- gänzenden und die Entwicklung sowohl als auch die Anwendung der fundamentalen kanonischen Vorschriften darlegenden Rechtsquelle 1. §. 23. 1 Vergl. über diese Dekrete J. Α. B. Mortrcuil, Histoire du droit byzantin. III, 383—394; Heimbach, Griechisch-römisches Recht. §. 31 (Ersch und Grubers Allgem. Encyklopädie. 8 6 , 3 8 0—3 8 4 ) ; Const. Popovicii jun., Fontänele si Codicii. p. 10—18. Die Daten über die Zeit, in welcher die betreffenden Patriarchen gelebt haben, sind entlehnt aus Μ. Ί. Γεδεών, Πατριαρχικοί πίνακες, Ειδήσεις ίστο- ρικαί βιογραφικαί περί των πατριαρχών Κωνσταντινουπόλεως από 1Ανδρέου του πρωτοκλήτου μέχρις Ιωακείμ Γ’ του από Θεσσαλονίκης. 36—1884. ‘Εν Κων- σταντινουπόλει. 1887. Die Synodal-Dekrete über die Ehe werden nicht ange- führt, weil dieselben bei J. Zhishman, Das Eherecht der orientalischen Kirche (Ed. cit. S. 34—43, detailiert angegeben sind. In dem Ath. Synt. sind diese Synodal- Dekrete im V. Bande, S. 1—185, unter dem Titel ‘Αποφάσεις συνοδικαί και δια- τάξεις τών Κωνκσταντινουπόλεως άρχιεπισκόπων και πατριαρχών enthalten; ein- zelne kommen auch in anderen Bänden vor, was an betreffender Stelle hervor- gehoben werden wird. §. 23. Die kanonischen Verordnungen der Patriarchal-Synoden. 115 Im nachstehenden sollen diese Synodal-Verordnungen in der Reihen- folge der betreffenden Patriarchen, unter welchen sie erlassen wurden, sowie an der Hand des Athenischen Syntagma und der neuesten von dem Patriarchate in Konstantinopel ausgegebenen Sammlung dieser Verordnungen angeführt werden: 1. Nikolaus I. (895—906. 911—925) Der im Jahre 920 anläßlich des Streites über die Tetragamie erlassene Tomus unionis, mit welchem der Friede zwischen Kirche und Staat hergestellt wurde 3. 2. Sergius (999—1019) i . Die im Mai 1016 erschienene Verordnung über die Klosterbeiträge 5 . 3. Alexius (1025—1043)». Aus der Zeit dieses Patriarchen sind zwei Synodal-Dekrete erhalten, u. zw.: a) das im Jahre 1027 erschie- nene Dekret über die durch Schenkung erworbenen Klöster sowie über andere wichtigere Fragen, welche auf die Metropolien, Erzbistümer und Bistümer Bezug haben, und b) das im Jahre 1028 erschienene Dekret über verschiedene Agenden, welche alle Metropolien und Erzbistümer betreffen 8 . 4. Michael /. (1043—1058) 9. Über den in einer verbotenen Ehe lebenden Geistlichen 10. 2 Γεδεών, Πατριαρχ. πίνακες. 295—296. 298—300. 3 Ath. Synt. V, 4—5. Vergl. C. E. Zachariae α Lingenthal, Jus graeco-ro- manum. (Lips. 1857). III, 228—233; ]oh. Leiinclavii, Jus graec.-rom. (Francof. 1596). I, 104—108; Krmiija. Kap. 52: ״IzloZenie rekse vospominanije bivsago cerkovnago soedinenija pri Konstantinje i Romanje (Die Darlegung, eigentlich Erinnerung an die stattgefundene kirchliche Vereinigung unter Constantinus und Romanus)” (Erwähnte Ausgabe II, 245—254); wenngleich hier im Vergleiche zu den griechischen Ausgaben eine lange Einschaltung vorkommt. Dieselbe fehlt in den alt-serbischen Ausgaben der Krmiija, ζ. B. in der Handschrift von Savina (Blatt 334), über welche wir eine kleine Beschreibung herausgegeben haben (Zara 1884). Dieser im Griechischen Ό τόμος της ενώσεως genannnte Akt wird erwähnt: von Balsamon im 2. Kap. des XIII. Titels des Nomokanon in XIV Titeln (Ath. Synt. I, 280), in den Kommentaren zum 4 5 0 ״. und 80. Kanon Basilius d. Gr. (Ath. Synt. IV, 103. 204. 245) und in seiner 44., 62. und 64. kanonischen Antwort (Ath. Synt. IV, 481. 494. 595); von Zonaras in seinem Kommentar zum 50. Kanon Basilius d. Gr. (Ath. Synt. IV, 204); von Blaslares im 4. Kap. litt. Γ seines Syntagma (Ath. Synt. VI, 159—160); von K. Harinenopulos in dem 3. Titel des V. Abschnittes seiner ‘Επιτομή τών θείων και ιερών κανόνων (Leunclav. I, 55). 4 Γεδεών, ΙΤατρ. πίνακες. 315—317. 5 Γ ε δ ε ώ ν , Κανον. Διατάξεις. II, 5—6. Vergl. Leunclav, I, 203—204. Siehe den Kommentar Balsamons zum 13. Kanon des VII. allgem. Konzils (Ath. Synt. II, 614). 6 Γεδεών, Πίνακες. 317—322. 1 Ath. Synt. V, 20—24; Leunclav. I, 256—259. 8 Ath. Synt. V, 25 - 3 2 ; Leunclav. I, 250—256. 9 Γ ε δ ε ώ ν , Πίνακες. 322—327. 1,1 Ath. Synt. V, 47; Leunclav. I, 264. 8* 116, I. Teil. Die Quellen und Sammlungen des Kirchenrechts. 5. Constantinus III. (1059—1063)”. Über den Geistlichen, der einen Mord begangen hat und abgesetzt wird 12. Q.Johannes VIII. (1064—1075) 13. Das Dekret vom 16. Februar 1065, womit den Geistlichen untersagt wird, vor Gericht Prozesse für andere zu führen 14. 7. Nikolaus III. (1084—1111) 15. Außer den bereits erwähnten kanonischen Antworten und anderen sehr wichtigen Synodal-Dekreten über die Ehe, sind hier noch zwei anzuführen, u. zw.: a) das Dekret über die Entlohnung der geistlichen Dienstleistungen lß , und b) das Dekret, in welchem auf Grundlage der Kanones und der Staatsgesetze dem Kaiser Alexius Comnenus nachgewiesen wird, daß die Bistümer von den betreffenden Metropolien nicht geschieden werden dürfen 8. Leo (1134—1143) 18. Über die Strafen für jene, welche sich mit der Zauberei befassen 19. 9. Michaeln. (1143—1146) 2«. Synodal-Dekret vom 20. August 1143 über die Absetzung des nicht kanonisch eingesetzten Bischofs 21 . 10. Nikolaus IV. (1147—1151) 22 . Über die von der kompetenten Gewalt verurteilten Geistlichen, welche die Appellation an die höhere Instanz ergreifen 23 . 11. Constantinus IV. (1154—1156) 24. Synodal-Dekret über die Mörder und namentlich über jene Geistlichen, welche einen Mord begehen 25 . 11 Γεδεών, Πίνακες. 327-328. 12 Ath. Synt. V, 4 9 - 5 0 ; Leunclav. I, 2 6 5 - 2 6 6 . 13 Γεδεών, Πατρ. πίνακες. 328—331. 14 Ath. Synt. III, 348—349; Kommentar Balsamons zum 16. Kanon der Synode von Karthago (Ath. Synt. III, 348). Siehe Leunclav, I, 214. 15 Siehe Anm. 77, §. 22. 16 Περί των κανονικών. Ath. Synt. V, 60—61; Leunclav. I, 269—270. 17 Ath. Synt. V, 62—75; Leunclav. I, 271—281. Dieses herrliche Synodal- Schreiben des Patriarchen Nikolaus III. zeigt sowohl die Erhabenheit seines Geistes als auch das Bewusstsein seiner bischöflichen Stellung in der Verteidigung der kirchlichen Rechte. Dasselbe kann als Beispiel für das Verhalten des Bischofs der weltlichen Gewalt gegenüber angesehen werden. 18 Γεδεών, Πίνακες. 350—351. 19 Γ ε δ ε ώ ν , Κανονικαί Διατάξεις. II, 6—7; Kommentar Balsamons zum 83. Kanon Basilius d. Gr. (Ath. Synt. IV, 251—252). 20 Γεδεών, Πίνακες. 351-353. 21 Ath. Synt. V, 83—84. 22 Γεδεών, Πίνακες. 354—357. 23 Γ ε δ ε ώ ν , Κανον. Διατάξεις. II, 8; Kommentar Balsamons zum 11. Kanon der Synode von Karthago (Ath. Synt. III, 321). 24 Γεδεών, Πίνακες. 359—360. 25 Γ ε δ ε ώ ν , Κανον. Διατάξεις. II, 11—12; Kommentar Balsamons zum 55. Kanon Basilius d. Gr. (Ath. Synt. IV, 214). §. 23. Die kanonischen Verordnungen der Patriarchal-Synoden. 117 12. Lucas (1156—1169) 26. Zur Zeit dieses Patriarchen war die legislative Tätigeit der Patriarchal-Synode von Konstantinopel eine sehr ergiebige. Neben der Fülle von Dekreten, welche für die inneren Ein- richtungen des Patriarchats selbst, sowie betreffend die Ehe, erlassen wurden, sind noch folgende von allgemeiner Wichtigkeit zu erwähnen: a) Die Bestimmung, daß sich Geistliche mit ihre Würde beeinträchti- genden Angelegenheiten nicht befassen dürfen 2 7 ; b) das Dekret, daß die Absetzung eines Bischofs nur von zwölf Bischöfen ausgesprochen werden könne 2 8 ; c) das Dekret, daß sich die Geistlichen mit weltlichen Angelegenheiten nicht befassen dürfen 2 9 ; d) das Dekret, rücksichtlich des in einem ungeweihten Gotteshause zelebrierenden Bischofs 3 0 ; e) das Dekret gegen den Meineid 3 1 ; f ) das Dekret darüber, wie weit ein Bischof die durch die Kanones vorgeschriebenen Strafen 32 zu ver- schärfen oder zu mildern berechtigt ist; g) das Dekret, daß der Bischof, welcher sich dem Mönschsleben weiht, die Entscheidung der Synode darüber abzuwarten habe, ob er den bischöflichen Dienst weiter noch verrichten könne 3 3 ; h) das Dekret, wonach den! Klerus die Aneignung kirchlicher Gegenstände untersagt wird 3 4 ; i) das Dekret, wonach ohne Zustimmung der höheren kirchlichen Obrigkeit kein Bistum aufgehoben werden kann 3 5 ; j) das Dekret bezüglich jener Klostervorsteher, welche nicht der Bruderschaft desselben Klosters angehören 3 6 , und k) das Dekret über die Taufe der in Gefangenschaft geratenen Kinder 37 . 26 T s δ ε ώ ν , Πίνακες. 3 6 0 - 3 6 5 . 27 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 13 16. 19; Ath. Synt. III, 344; Leunclav. I, 226; Balsamons Kommentar zum 16. Kan. v. Karth. (Ath. Synt. III, 16). 28 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 17; Ath. Synt. III, 324; Leunclav. I, 223; Balsa- mons. Kommentar zum 12. Kan. v. Karth. (Ath. Synt. ib.). 29 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 18; Ath. Synt. III, 345; Leunclav. I, 220; Balsa- mons Kommentar zum 16. Kan. v. Karth. (Ath. Synt. ib.). 30 Γ ε δ ε ώ ν , Διαταξεις. II, 20; Ath. Synt. II, 582; Balsamons Kommentar zum 7. Kan. des VII. allgem. Konzils (Ath. Synt. ib.). 31 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 2 1 - 2 2 ; Ath. Synt IV, 168; Leunclav. I, 214; Balsamons Kommentar zum 29. Kan. Basilius d. Gr. (Ath. Synt. ib.). 32 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II. 22—23; Ant. Synt. IV, 237; Balsamons Kommentar zum 74. Kan. Basilius d. Gr. (Ath. Synt. ib.). 33 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 23; Ath. Synt. III, 27; Leunclav. I, 224; Balsa- mons Kommentar zum 3. Kan. der Synode von Ancyra (Ath. Synt. ib.). 34 Ath. Synt. V, 98; Leunclav. I, 282. 35 Ath. Synt. III, 579—580; Leunclav I, 223; Balsamons Kommentar zum 120. Kan. v. Karth. (Ath. Synt. ib.). 36 Ath. Synt. II, 661—662; Leunclav. I, 222; Balsamons Kommentar zum 4. Kan. der I. II. Synode (Ath. Synt. ib.). 37 Ath. Synt. II, 497—498; Leunclav. I, 226; Balsamons Kommentar zum 84. Trull. Kan. (Ath. Synt. ib.). 118, I. Teil. Die Quellen und Sammlungen des Kirchenrechts. 13. Michael III. (1169—1177) <». Zur Zeit dieses Patriarchen er- schienen fünf Synodal-Dekrete: a) Daß weder Priester und Diakonen noch Anagnosten noch überhaupt alle, die im Dienste der Kirche stehen, sich mit weltlichen Angelegenheiten befassen dürfen 3 9 ; b) daß kein Bischof irgendeinen wichtigeren Schritt ohne Wissen und Zustimmung der betreffenden Synode vornehmen dürfe 4 0 ; c) über den Vorgang im Falle der Demission eines Bischofs 4 1 ; d) über jene Bischöfe, welche Klerikern fremder Eparchien die Cheirotonie erteilen 4 -’; e) über die Aufhebung des eingeschlichenen Gebrauches, daß Mönche Dienste außer- halb des Klosters verrichten, und daß nur Weltgeistliche Seelsorge- und andere kirchliche Dienste versehen dürfen, sowie daß die Mönche in ihren Klöstern zu verbleiben haben 43. 14. Theodosius I. (1178—1183) 44 . Die Verordnung, daß diejenigen nicht Klostervorsteher sein können, welche die Priesterweihe nicht er- langt haben 4 5 . 15. Basilius II. (1183—1187) 4«. Das Dekret der Synode vom September 1186, an welcher neben diesem Patriarchen auch jene von Antiochia und Jerusalem, sowie vierzig Metropoliten teilnahmen. Dieses Dekret bestimmt, daß die Frau des zum Bischof zu Weihenden unbe- dingt ein Kloster aufsuchen und Nonne werden soll 47 . 16. Gregorius II. (1192—1199) 48. Das Synodal—Dekret vom 4. Februar 1197 über die pfarrlichen Rechte 49 . 38 Ts δεών, Πίνακες. 365—368. 39 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 25; Ath. Synt. III, 349; Leunctav. I, 227; Balsa- mo ns Kommentar zum 16. Kan. v. Karth. (Ath. Synt. ib.). Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 26; Ath. Synt. III, 247; Balsamons Kommentar zum 6. Kan. von Sardika (Ath. Synt. ib.). 41 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις, II, 27; Ath. Synt. II, 700; Balsamons Kommentar zum 6. Kan. der I. II. Synode (Ath. Synt. ib.). 42 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 29—33; Ath. Synt. III. 440; Leunclav. I, 2 2 7 - 2 3 0 ; Balsamons Kommentar zum 54. Kan. v. Karth. (Ath. Synt. ib.). ‘ ;׳Ath. Synt. I, 41; Leunclav. I, 230; Balsamons Scholie zum 3. Kap. I. Tit. des Nomokanon. Die betreffende Stelle lautet im Originale folgendermaßen: από μόνον λαϊκών ίερεων τάς διακονίας συνίστασθαι, και τούς μοναχούς παρά ταίς οίκείαις προσεδρεύειν μοναίς (Ath. Synt. ib.); in lateinischer Übersetzung: ״ex laicis sacerdotibus solum ministeria constituerentur, monachi autem in recessibus suis assidui essent” (Voelli et Justelli, Biblioteca juris canon. II, 821). 44 Γεδεών, Πίνακες. 369-371. 45 Von demselben, Διατάξεις. II, 33—34; Ath. Synt. III. 311; Balsamons Kom- mentar zum 6. Kan. v. Karth. (Ath. Synt. ib.). 46 Γεδεών, Πίνακες. 371-373. 47 Von demselben, Διατάξεις. II. 36; Ath. Synt. II, 421; Balsamons Kommentar zum 48. Trull. Kan. (Ath. Synt. ib.). 48 Γεδεών, Πίνακες. 376—377. 48 Ath. Synt. V, 1 0 1 - 1 0 2 ; Leunclav. I, 283-284. §. 23. Die kanonischen Verordnungen der Patriarchal-Synoden. 119 17. Germanus II. (1222—1240) 5<>. Von der Jurisdiktion über die Filialklöster 51. 18. Manuel II. (1244—1255) 52. Unter diesem Patriarchen sind drei Synodal-Dekrete erschienen, nämlich: a) Antworten auf sechs Fragen des Bischofs von Bella, bezüglich der kirchlichen Disziplin 53 ; b) über die Versetzung der Bischöfe 54 , und c) über das Stifterrecht 55 . W.Johannes XI. (1275—1282) 5«. Die Synodal-Entscheidung einiger Fragen über die kirchliche Disziplin 57. 20 Athanasius I. (1289—1293, 1303—1311) 58. Während des zweiten Patriarchats Athanasius I. wurde ein Synodal-Dekret über verschiedene Gegenstände der kirchlichen Disziplin erlassen, welches Kaiser Andro- nicus der Ältere als Staatsgesetz erklärte 59 . 21. Philotheus (1354—1355, 1364—1376) «ο. Ein Dekret, betreffend den Hochverrat 61 . 22. Simeon I. (1472—1475, 1482—1486) «2. Ein Dekret über die Aufnahme von Andersgläubigen in die Kirche 63 . 23. Jeremias II. (1572—1579, 1580—1584, 1585—1595) 64. Das Dekret, betreffend den Gregorianischen Kalender 65 , und die Anerkennung des russischen Patriarchats 66 . 24. Dionysius III. (1660—1665). Von diesem Patriarchen wurde 50 Γ ε δ ε ώ ν , Πίνακες. 383-387. 51 Ath. Synt. V, 110—112, und ein anderes Dekret in demselben Gegenstande; Ib. 1 1 2 - 1 1 3 ; Leunclav. 1, 235. 52 Γεδεών, Πίνακες. 388—389. “ Von demselben, Διατάξεις. 37—40; Ath. Synt. V, 114—116; Leunclav. I. 238—240. 54 Γ ε δ ε ώ ν , Διατάξεις. II, 40—43; Ath. Synt. V, 116—118; Leunclav. I, 240—242. Vergl. über diese Frage noch Ath. Synt. V, 391—394; Leunclav. I, 293—296. 55 Ath. Synt. V, 1 1 9 - 1 2 0 ; Leunclav. I, 2 4 2 - 2 4 3 . M Γεδεών, Πίνακες. 394—396. 57 Von demselben, Διατάξεις. I, 16—20. Über diese Entscheidung erwähnt Σάθας in der Vorrede zum III. Bande της Μεσαιωνικής Βιβλιοθήκης (Έν Βε- νετία 1872), Seite 92. 18 Γ ε δ ε ώ ν , Πίνακες. 402-404. 405—411. 19 Von demselben, Διατάξεις. II, 4 5 - 4 9 ; Ath. Synt. V, 121—126; C. Ε. Zachariae α Lingenthal, Juris gr.-röm. P. III, p. 628—632. Dieses Dekret führt Bla- stares in seinem Syntagma an. Kap. 12, litt, Κ und Kap. 8, litt. Φ (Ath. Synt. VI, 326. 494). 60 Γ ε δ ε ώ ν , Πίνακες. 428-429. 431-439. 61 Ath. Synt. V, 128-130. 62 Γ ε δ ε ώ ν , Πίνακες. 483-484. 487-488. 83 Ath. Synt. V, 143-147. 64 Γ ε δ ε ώ ν , Πίνακες. 518 - 523. 524-525. 531-536. e6 Von demselben, Διατάξεις. I, 34—38. 69 Ath. Synt. V, 140-155. 120, I. Teil. Die Quellen und Sammlungen des Kirchenrechts. im Vereine mit den Patriarchen Paisius von Alexandria, Makarius von Antiochia und Nektarius von Jerusalem ein Dekret über 25 Fragen der kirchlichen Lehre und Disziplin erlassen 67 . 25. Calinicus II. (1694—1702). Über die Zahl der Patriarchen- stühle 68 ; über die selbständige Verwaltung in den unabhängigen Kirchen 6Я; über die Kirchenversammlungen 70 . 26. Gabriel III. (1702—1707). Entscheidungen über verschiedene kanonische Fragen 71. 27. Jeremias III. (1715—1726). Die synodale Anerkennung der heiligen russischen Synode 7 2 . 28. Gabriel IV. (1780—1785). Die Anerkennung der Unabhängig- keit des Erzbistums vom Berge Sinai’ 73 ; die Synodal-Verordnung über die Cheirotonie der neuen Bischöfe 74 . 29. Gerasim III. (1794—1797). Die Verordnung, daß die Bischöfe den Klerikern nicht vor erlangtem vorgeschriebenen Alter die Cheiro- tonie verleihen dürfen 75 . 30. Gregorius V. (1797—1799). Ein Synodal-Dekret, betreffend die mit weltlichen und politischen Angelegenheiten sich befassenden Geist- lichen 76 , sowie ein weiteres Dekret, daß die Bischöfe denjenigen die Cheirotonie nicht erteilen dürfen, welche für den geistlichen Dienst nicht gut vorbereitet sind 7 7 . 31. Anthimus IV. (1848—1852). Die synodale Anerkennung der Unabhängigkeit der orthodox-orientalischen Kirche im Königreiche Griechenland 78. 32. Joachim III. (1878—1884). Die synodale Anerkennung der Unabhängigkeit der orthodox-orientalischen Kirche im Königreiche Serbien 79. 33. Joachim IV. (1884—1887). Die synodale Anerkennung der Unabhängigkeit der orthodox-orientalischen Kirche in Rumänien8’.״ 07 Γεδεών, Διατάξεις. I, 341-368. 68 Ibid. I, 61—64. 69 Ibid. I, 64—67. 70 Ibid. I, 7 6 - 8 0 . 71 Ibid. I, 125-135. 72 Ath. Synt. V, 160-163. “ Siehe To κανονικόν δίκαιον του πατριαρχικού θρόνοι) των Ιεροσολύμων επί της άρχιεπισκοπής Σινά. Έν Κ<ονσταντινουπόλει 1868. Σελ. 136—141. 74 Γεδεών, Διατάξεις. 266—268. 75 Ibid. I, 295—300. 76 Ibid. I, 302—303 77 Ibid. I, 4 1 0 - 4 1 3 . 78 Ath. Synt. V, 177—185. 79 Siehe das Buch „die Unabhängigkeit der serbischen Kirche, kundgemacht im Jahre 1879”. (In serbischer Sprache.) Belgrad 1880. S. 22—28. 80 Εκκλησιαστική ‘Αλήθεια 1885. Τόμ. л σελ. 38-39. 121 c) Die Hilfsquellen,